Freitag, 13. Mai 2011

Fifa-Orakel: Abstiegsgespenst

Der letzte Spieltag ist da und wir, vom Hochschulradio Aachen Fan-kultur Team, fragen uns schon seit einer Woche. Naaaaa… wen trifft es denn da unten? Und wir wären nicht die Fankultur, wenn wir nicht eine absolut todsichere Methode gefunden hätten jetzt schon zu erfahren wen es trifft. Wir bemühen das Fifa-Orakel und seine nie erlischende Weisheit.
Wir haben die Spiele auf einer Konsole, dessen Namen wir aus werberechtlichen Gründen nicht nennen dürfen, die sich allerdings gerne mal hacken lässt, nachgespielt. Gegeneinander spielten dabei Marcel und Ben, ihres Zeichens selbsternannte Fußballlexika.
Während Marcel übergewichtig ist und eigentlich schon mit der Kon-sole verlobt, stellt Ben eher den Konsolenveganer dar, der zweifellos talentiert ist, aber wenige Erfahrungswerte aufzuweisen hat.
Ein Münzwurf teilt die Mannschaften zu, damit keiner sagen kann wir würden flunkern und nur die Teams gewinnen lassen die wir sympathisch finden. Nein nein nein! So geht’s ja nun nicht.
Aber genug der Schwafelei… Fifa-Orakel! Walte deines Amtes. Wer steigt ab?

TSG Hoffenheim 6:0 (1:0) VFL Wolfsburg
Spieler des Tages: Vedad Ibisevic

Ibsisevic (5./55./77.)
Simunic (52.)
Ba (65)
Salihovic (90)


Erste Halbzeit – Pfui! Zweite Halbzeit – Hui!
Der abstiegsbedrohte VFL Wolfsburg hatte noch alles selbst in der Hand, dem jedoch dann am letzten Spieltag in der Rhein-Neckar Arena bei der TSG Hoffenheim tierisch der Stift ging. Die Startruppe (überraschend mit Dzeko aber ohne Diego – „Ja ich hab es halt noch nicht aktualisiert!“) zeigte kreativlose, gar primitiv anmutende, Fußball-Magerkost. Sie kamen schlecht aus der Kabine und kassierten frühzeitig das 1:0. Durch diesen Weckruf stand die Mannschaft plötzlich hinten sicher und konnte die hoffenheimer Stürmer gut stellen. Doch in der zweiten Hälfte brachen die Dämme. Das Leistungsniveau der wolfsburger Mannschaft hatte ab dem zweiten Tor Hoffenheims nur noch Bezirksliganiveau. Schnell folgten die Tore 3 bis 6. Wahrscheinlich war der deutsche Meister von 2009 da schon in Gedanken beim Relegationsspiel. Die Spielweise ähnelte einer betrunkenen Betriebssportmannschaft beim betrieblichen sommergrillen. Jetzt bleibt nur der Blick auf die Borussia aus Gladbach. Man zittert.


Borussia Dortmund 6:0 (3:0) Eintracht Frankfurt

Spieler des Tages: Lucas Barrios

Barrios (17./23./31./67.)
Götze (84./90)

Das Spiel made by LucasArts
Eigentlich war für Dortmund ja schon alles klar. Doch wie es halt mit dem größten Tiger im Käfig ist – wirft man ihm ein Stück Fleisch vor die Füße, sagt der auch nicht „Ich esse heute nur einen keinen Salat.“ Am letzten Spieltag beschwichtigte Eintracht Präsident Peter Fischer seine aufgebrachten Fans mit den sinngemäßen Worten: „Nächste Woche besiegen wir den Scheiß BvB.“ Oha! Wie schön für Herrn Fischer, dass dies auch ganz Dortmund mitbekommen hat und somit trotz Feiermüdigkeit und Katerstimmung noch die allerletzen Reserven aus sich herausholte. Mit Pferdelungen ausgestattet, wie in der Hinrunde, ballerte der deutsche Meister in Form von Extremscharfschütze Lucas Barrios und einem hyparaktiven Mario Götze die Eintracht in Schutt und Ascha aka Liga 2. Man passe auf, lese und staune: Nur dank Oka Nikolovs starker Leistung ging dieses Spiel nur 6:0 aus.
Vielen Dank, Herr Präsident. Damit haben sie ihrer Mannschaft einen Bärendienst erwiesen.


Hamburger SV 0:0 (0:0) Borussia Mönchengladbach

Spieler des Tages: Frank Rost

Das Runde muss ins Eckige

Mein lieber Herr Gesangsverein! Was war denn mit den Gladbachern los? Selbst gefühlte 1000%ige Chancen wurden von Gladbach verballert wie von einem Kreisliga C Spieler nach einer durchzechten Nacht in einem rumänischen Bordell. Nicht Eine der gefühlten 830 Ecken der Gladbacher zappelte am Ende im Hamburger Tor. So verdiente sich ein starker Frank Rost die Spieler des Tages Krone. Man könnte fast meinen (Achtung Kalauer!) der Frank rostet nicht.
Hamburg mauerte sich teilweise mit 7 Mann im eigenen Sechzehner ein und versuchte somit ihren Torwart zu unterstützen. Gladbach hingegen bot teilweise Slapstick Comedy in ihren Angriffsreihen. In der 72. Minute, zum Beispiel, schießt Igor de Camargo das Spielgerät am geschlagenen Rost vorbei und trifft den an der Torlinie herumlungernden Idrissou am Hinterkopf. Mit folgendem Ergebnis: Abseits.
Gladbach hält, mit Schützenhilfe der Konkurrenz, die Klasse und schafft das Wunder Klassenerhalt doch noch irgendwie. Wir gratulieren!
P.S.: Ben zeigte seine persönliche Bestleistung auf der PS3, indem er Beton anrührte. Spielkultur entwickelt sich langsam.


Nach unserem Fifa-Orakel sähe die Tabelle wie folgt aus:
15. Gladbach 10s 6u 18n 47:64 -17 36 Punkte
16. Wolfsburg 8s 11u 15n 40:53 -13 35 Punkte
17. Frankfurt 9s 7u 18n 30:52 -22 34 Punkte
18. St. Pauli - - - -

Gladbach hält durch ein torloses Remis die Klasse. Wolfsburg muss in die Relegation gegen Bochum. Frankfurt darf sich auf ein Stadtderby gegen den FSV nächstes Jahr freuen und St.Pauli hat jetzt schon keinen Bock nach Rostock fahren.

Wenn wir Recht haben bekommen wir einen Kasten!

Bleibt sportlich!
Ben & Marcel

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